Aufforstungsratgeber der Steirischen Landesforstgärten

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1. Behandlung der
Forstpflanzen im Forstgarten

2. Behandlung der
Pflanzen bis zum Versetzen

3. Baumartenwahl

4. Pflanzung

5. Behandlung der
Pflanzen nach dem Versetzen

1. Behandlung der Forstpflanzen im Forstgarten

Oberste Zielsetzung unseres Betriebes ist es, qualitativ hochwertiges Pflanzenmaterial sämtlicher heimischer Herkünfte zu produzieren. Diesen Grundsatz halten wir uns angefangen von der Saatgutbeerntung, über die Anzucht, bis hin zur Pflanzenabgabe, vor Augen.

Die Saatgutbeerntung:

Die Saatgutbeerntung wird zum Grossteil von uns selbst, unter Kontrolle der Forstbehörde, in anerkannten Saatgutbeständen durchgeführt. Damit gibt es keine Zweifel über die Herkunft des Saatgutes. Qualitätsmerkmale wie Reinheit, Keimfähigkeit und Tausendkorngewicht werden von der Forstlichen Bundesversuchsanstalt bestimmt.

Um eine Kontinuität der Versorgung mit heimischem Pflanzgut zu sichern, wird das gewonnene Saatgut je nach Anforderungen eingelagert.

Die Pflanzenproduktion:

Schon bei der Aussaat wird bei uns darauf geachtet, dass sich Forstpflanzen mit besten Eigenschaften entwickeln können. Die Saat erfolgt nicht zu dicht, um gut ausgeprägte Sämlinge (Wurzel und Spross) zu erzeugen. Auch bei der Verschulung wird auf genügend Standraum für jede einzelne Pflanze geachtet. Ein Grossteil der Pflanzen wird verschult bzw. unterschnitten, um eine gute Faserwurzelausbildung zu gewährleisten. Die Unkrautbekämpfung erfolgt, speziell in der Vegetationsperiode vor der Pflanzenabgabe, mehrheitlich mechanisch oder manuell, um eventuellen Spätschäden durch Herbizide vorzubeugen. Durch individuelle Düngung erzielen wir einen guten Ernährungszustand, was neben dem Frischezustand einen ausschlaggebenden Faktor für die physiologische Güte der Pflanzen darstellt.

Der Pflanzenaushub - Die Pflanzenabgabe:

Die Pflanzen werden bei uns im Frühjahr vor Beginn der Vegetationsperiode oder im Herbst nach Abschluss selbiger ausgenommen, wobei der Grossteil auf den Frühjahrsaushub entfällt. Der Pflanzenaushub beginnt je nach Witterung Ende Februar bis Anfang März und findet nur bei geeignetem Wetter statt, um eine Schädigung der Pflanzen zu verhindern. Ausgehobene Pflanzen werden bei uns stets vor Sonnenbestrahlung geschützt und schnellstmöglich in eines unserer Kühlhäuser transportiert, wo sie bei Temperaturen zwischen 0°C und +2°C sowie bei einer Luftfeuchtigkeit um 95% gelagert werden.

Bei rechtzeitiger Bestellung Ihrer Forstpflanzen (bis spätestens Mitte Februar) können wir Sie in eine unserer Abgaberouten einplanen und stellen Ihnen, nach Verständigung per Post, die Ware bis zu einer Abgabestelle in Ihrer Nähe zu. Selbstverständlich können Sie auch jederzeit bei einem unserer Verkaufsstandorte Forstpflanzen beziehen.